Heard in New York: Wann endet die Verlustserie?

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Die New Yorker Börsen blieben heute geschlossen, wegen „Independence Day“. Dementsprechend war der Handel in Europa heute gähnend langweilig. Dass der DAX, der lange um seinen Freitagsschluss gependelt war, letztlich doch noch mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 5.816 Punkten schloss und damit ein Stückchen deutlicher unter die bei 5.863 Zählern verlaufende 200-Tage-Linie zurückfiel, sollten wir angesichts sehr geringer Umsätze nicht überbewerten.

Morgen kommt der ISM-Service-Index

Am Dienstagnachmittag deutscher Zeit greift auch die Wall Street wieder ins Geschehen ein. Ob bis dahin möglicherweise die asiatischen Börsen neue Impulse bringen – warten wir’s ab. Morgen um 16.00 Uhr wird auf jeden Fall der ISM-Dienstleistungsindex veröffentlicht. Und der könnte wieder für Bewegung sorgen. Nach den jüngsten Einbußen vielleicht auch wieder einmal nach oben. Volkswirte prognostizieren einen leichten Rückgang auf 55,0 Punkte, nach 55,4 Zählern im Vormonat.

Folgt dem schwachen zweiten ein gutes drittes Quartal?

Wir dürfen gespannt sein, wann die imposante Verlustserie der US-Indizes ihr Ende findet. Beim Dow Jones dauert sie nunmehr seit 7 Tagen an, beim Nasdaq 100 sogar schon seit 10 Handelstagen. Nach diesem Rutsch ist eine Gegenbewegung auf jeden Fall überfällig.

Glaubt man der Statistik, stehen die Chancen nicht schlecht, dass es an der Wall Street bald wieder aufwärts geht. Mit einem Verlust von 12 Prozent war das zweite Quartal für den S&P 500 das schlechteste seit der Finanzkrise. Laut den Analysten von Standard & Poor’s, die den Kursverlauf seit dem 1920 analysiert haben, ist die Chance damit besonders gut, dass jetzt ein positives Quartal folgt.

71-Prozent-Chance für ein gutes drittes Quartal

Der Untersuchung zufolge verlor der Index im Verlauf der letzten 90 Jahre in 41 Quartalen mehr als 5 Prozent. 29 Mal legte er im darauf folgenden Quartal zu. Die Wahrscheinlichkeit, dass der S&P 500 im dritten Quartal Kursgewinne verzeichnet, liegt also bei rund 71 Prozent. Na, das ist doch mal was! Diese Statistik ist jedenfalls sehr viel ermutigender als die aktuelle charttechnische Lage…