Bildquelle: Pressefoto BMW AG

Das Elektroauto ist in Deutschland noch längst kein Massenphänomen. Aber die jüngsten Förderzahlen zeugen dennoch von einer gewissen Dynamik, die etwas unerwartet kommt. Gute Nachrichten für die Aktien der großen deutschen Autobauer, aber auch für die der anderen E-Auto-Hersteller.

Das Angebot steigt. Schaut man auf die Modellpalette der großen Autobauer BMW (WKN: 519000 / ISIN: DE0005190003), Daimler (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000) und Volkswagen (WKN: 766403 / ISIN: DE0007664039) fällt die zunehmende Angebotsbreite auf. Damit wird der US-Konkurrenz von Tesla (WKN: A1CX3T / ISIN: US88160R1014) zumindest zum Teil das Wasser abgegraben – wenngleich auch Tesla selbst alles dafür tut, nicht zu stark zu werden. Aus bzw. in China wiederum sorgen Fahrzeuge von BYD (WKN: A0M4W9 / ISIN: CNE100000296) für Furore.

BMW-Chart: boerse-frankfurt.de

Heimischer Absatz zieht an. Nachdem die Bundesregierung im Mai 2016 den sogenannten Umweltbonus auf den Weg gebracht hat, war die Hoffnung groß, dass bis spätestens 2018 mindestens 300.000 E-Autos gefördert werden. Zwischen 3.000 und 4.000 Euro gibt es vom Staat und den Autobauern.

Elektromobilität ist ein politisches Thema, denn insgesamt 1,2 Mrd. Euro wurden gemeinsam bereitgestellt. Doch was gut gemeint ist, muss noch längst nicht immer gut gemacht sein. Nun hat die Nachfrage zwar angezogen, aber dies kann auch den Diskussionen der letzten Monate in Bezug auf Fahrverbote für Innenstädte geschuldet sein und weniger einem Umdenken in der Bevölkerung.

Die jüngste Zwischenbilanz des Umweltbonus kann sich immer besser lassen. 33.660 Anträge wurden bis Ende September 2017 gestellt. Davon entfielen 3.985 auf den Audi A3 e-tron, 3.741 den BMW i3, und 2.990 auf den BMW 225xe. Renault konnte mit seinem Zoe-Modellen ebenfalls punkten. Insgesamt 4.656 Modelle konnten mit Prämie verkauft werden.

Schaut man auf die Hersteller kommt BMW auf Rang 1 (7.519 Fahrzeuge) gefolgt von Renault (4.880 Fahrzeuge) und VW (4.198 Fahrzeuge). Wichtig für den Erfolg der E-Autos sind dabei zunehmend die Unternehmen, auf die mit 18.271 E-Autos mehr als jeder zweite Umweltbonus-Antrag kommt.

FAZIT. China spielt eine zunehmend wichtige Rolle beim Erfolg der E-Autos. Das gilt sowohl für die Herstellung, als auch für den Absatz. Dagegen treffen die E-Auto-Modelle aus Deutschland vor allem nur hierzulande auf Kundschaft. Tesla wiederum ist schon jetzt die globale Marke für Elektromobilität. Aber:

Für Anleger ist weiterhin ein Vabanque-Spiel, ob man auf den verlustträchtigen Pionier Tesla, die etablierten deutschen Gewinnmaschinen oder das chinesische Pendant setzt. Wir werden jedenfalls in Kürze redaktionell eine deutschen Hybrid im Alltag testen berichten. Vielleicht ergeben sich daraus auch Implikationen für die Aktienauswahl.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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Bildquelle: Pressefoto BMW AG


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