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Genauso wie andere wichtige Indizes erreichte zuletzt auch der technologielastige NASDAQ 100 (WKN: A0AE1X / ISIN: US6311011026) neue Rekordstände. Allerdings könnte die dortige Börsenparty schnell zu Ende gehen.

Nach dem mehr als 3.000 Werte umfassenden NASDAQ Composite hat es nun auch der NASDAQ 100 über die Marke von 6.000 Zählern geschafft. Dieser umfasst die 100 an der Technologiebörse Nasdaq gelisteten Nicht-Finanzunternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung. Die im bisherigen Jahresverlauf beobachtete Rekordjagd des NASDAQ 100 kommt nicht überraschend. Schließlich waren es hauptsächlich Technologiewerte wie Apple, Amazon, Alphabet/Google, Facebook oder Microsoft, die die insgesamt sehr positive Entwicklung an den Aktienmärkten in den USA angetrieben haben.

Die anhaltend lockere Geldpolitik der US-Notenbank Fed könnte dafür sorgen, dass die positive Kursentwicklung an den US-Börsen weitergeht. Zwar haben die Währungshüter auf ihrer Sitzung am 20. September beschlossen, ab Oktober mit dem Abbau der auf rund 4,5 Bio. US-Dollar angeschwollenen Bilanz zu beginnen. Im Gegensatz dazu blieb der Leitzins von 1,00 bis 1,25 Prozent unverändert und damit immer noch sehr niedrig. Außerdem könnte die Fed angesichts der bereits erfolgten Leitzinserhöhungen und der Unsicherheiten, die die politischen Turbulenzen in Washington bereitstellen, bei der Zinswende auf die Bremse treten. Zuletzt konnte man beobachten, dass eine solche Gemächlichkeit den US-Dollar schwächt und den US-Aktienmärkten insgesamt hilft.

Die positive Stimmung unter den US-Technologiewerten hat jedoch auch einige kritische Stimmen hervorgebracht. Ihren Erfolg hatten sie zuletzt zu einem großen Teil börsengehandelten Indexfonds, Exchange Traded Funds (ETFs) zu verdanken. Diese müssen die jeweiligen Aktien kaufen, um die Gewichtung der jeweils abgebildeten Indizes entsprechend verändern zu können. Sie wirken dementsprechend trendverstärkend, was im Fall einer Kurskorrektur zu erheblichen Turbulenzen an den Börsen insgesamt führen könnte.

Darüber hinaus müssen die Tech-Giganten selbst mit vielen spezifischen Herausforderungen fertig werden, so dass der jüngsten Goldgräberstimmung schnell ein Ende gesetzt werden könnte. Dazu gehört selbst das teuerste Unternehmen der Welt, Apple. Am 12. September wurden das iPhone 8, das iPhone 8 Plus und natürlich das Flaggschiff-Modell iPhone X vorgestellt. Während es das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus bereits zu kaufen gibt, geht das iPhone X erst ab 3. November in den Verkauf. In der Vergangenheit gingen die iPhone-Spitzenmodelle wesentlich früher in den Handel. Einige Investoren dürften daraus geschlossen haben, dass Apple es mit Produktionsschwierigkeiten zu tun hat.

Auch beim führenden sozialen Netzwerk Facebook lief zuletzt nicht immer alles rund. Gründer und Konzernchef Mark Zuckerberg stritt sich mit anderen Anteilseignern über die Einführung stimmrechtsloser Aktien, die ihm trotz des Verkaufs großer Aktienpakete die Unternehmenskontrolle sichern sollten. Während dieser Streit vorerst ausgeräumt werden konnte, wiegen die Probleme für den übernommenen Kurznachrichtendienst WhatsApp in China möglicherweise schwerer. Am 25. September berichtete zum Beispiel die „New York Times“ davon, dass WhatsApp in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt blockiert wurde. Damit ist es alles andere als sicher, dass der NASDAQ 100 seine positive Entwicklung ohne weiteres fortsetzen wird.

Spekulative Anleger, die steigende Notierungen beim NASDAQ 100 erwarten, könnten mit einem WAVE Call der Deutschen Bank (WKN: DS0DNV / ISIN: DE000DS0DNV7, Laufzeit bis zum 28.03.2018) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liegt derzeit bei 4,28; die Knock-Out-Schwelle bei 4.560,00 Indexpunkten. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE Put der Deutschen Bank (WKN: DS0DQV / ISIN: DE000DS0DQV0, aktueller Hebel 4,75; Knock-Out-Schwelle bei 7.200,00 Punkten; Laufzeit bis zum 28.03.2018) auf fallende NASDAQ 100-Notierungen setzen.

Stand: 28.09.2017/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

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