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Die Trendfortsetzung im DAX (WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008) ist geglückt. Die Unterstützung bei 12.550 Punkten hat gehalten. Der schwache Euro wirkt hier als Impulsgeber. Zu neuen Käufen lassen sich Anleger auch deshalb verleiten, weil EZB-Präsident Draghi jetzt schon mehrmals ankündigte, im Bedarfsfall auch ab Januar 2018 so viele Staatsanleihen zu kaufen wie bislang.

Das zeigt – nicht die Bundespolitik, sondern die Geldpolitik ist weiterhin der treibende Faktor. Ohnehin erwartet kaum jemand, dass die Koalitionsgespräche in Deutschland ohne Ergebnis ausgehen und dass es Neuwahlen geben könnte.

Indes hält das verbale Raketenfeuer zwischen Donald Trump und Kim Yong-Un an. Die einen wollen US-Jets abschießen, der andere bezeichnet den nordkoreanischen Diktator als kleines Raketenmännchen. Aber auch an einer anderen geopolitischen Front verschärft sich die Situation. Erdogan schließt die Grenze zur Kurdenregion und droht, die Öl-Pipelines zu kappen. Der Preis für Öl springt kräftig nach oben.

Es sieht danach aus, als würde sich der Weltmarkt viel schneller aus dem Angebotsüberschuss heraus bewegen als bisher erwartet. Der Fünfjahresschnitt bei den weltweiten Öllagerbeständen könnte auch wegen einer hohen Disziplin innerhalb des Russland-OPEC-Förderabkommens schnell erreicht werden. Das bedeutet, dass der Ölpreis jetzt wieder beginnt, viel sensibler auf Ereignisse wie in der Türkei zu reagieren, da mögliche Lieferengpässe wahrscheinlicher werden.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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