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Herzlich willkommen zur Market Mover Sonderausgabe zur Bundestagswahl 2017. An diesem besonderen Ereignis kommt dieser Tage nämlich keiner vorbei, vor allem medial glänzt das Thema mit einer allumfassenden Omnipräsenz. Das liegt vermutlich auch daran, dass diese Wahl nur alle vier Jahre stattfindet – solange jedenfalls kein anderes besonderes Ereignis wie beispielsweise ein Misstrauensvotum den Turnus durcheinanderbringt. Und bei dieser Wichtigkeit liegt es nahe, dass auch die Börsen von der Bundestagswahl beeinflusst werden. Zumindest die hierzulande, an der Wall Street interessiert das Thema weniger bis gar nicht. Die DAX-Familie hingegen schon eher, und da zeichnet sich auch sogleich eine politische Vorliebe ab – regieren die Christdemokraten, steigen die Kurse. Sind dagegen die Roten am Ruder, geht es seit- oder abwärts. Unter Altkanzler Kohls 16-jähriger Herrschaft hatte sich der deutsche Leitindex nahezu verachtfacht, seit Angela Merkel die Geschicke der Republik leitet, sind es immerhin rund das Eineinhalbfache, trotz Finanz- und Eurokrise. Da dies hier aber beileibe keine Wahlkampfveranstaltung sein soll, ersparen wir uns zum einen die Ergebnisse der Jahre unter SPD-Ägide, und zum anderen darf der folgende Hinweis nicht fehlen:

Es gibt Wichtigeres

So richtig entscheidend ist es für die deutschen Blue Chips nicht, wer im Bundeskanzleramt sitzt, denn wer oder was die Märkte bewegt, ist weniger auf nationaler denn auf internationaler Ebene zu finden. Die Globalisierung hat auch auf dem Parkett die Führung übernommen, daher sind es zumeist auch weltumspannende Ereignisse, die für Kursgewinne bzw. -Verluste sorgen. Ein wunderbares Beispiel ist der Verlauf dieser Handelswoche: da dominierte eindeutig der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed das Kursgeschehen, und zwar dies- wie jenseits des Atlantiks. Vor der Sitzung hielten die Anleger die Bälle ziemlich flach, sodass die Notierungen geradezu wortwörtlich auf der Stelle traten (was an der Wall Street übrigens immer noch für diverse neue Rekordstände reichte). Und nach der Sitzung drängten die Käufer zügig zurück in den Markt, im DAX bedeutete das den (punktgenauen) Sprung auf die wichtige 12.600er-Marke. Oberhalb davon sind die Kurse zuletzt am 14. Juli aus dem Handel gegangen, und dort begann auch die anschließende Sommer-Korrektur, die im Tief bis auf 11.868,80 Zähler führte. Das heißt:

Beste Chancen

Die Bullen haben jetzt die große Chance, den Grundstein für eine veritable Herbst-Rallye zu legen. Bis zum Allzeithoch vom 20. Juni fehlen aktuell gerade einmal rund 3%, eine durchaus lösbare Aufgabe, sollte man meinen. Keine (politischen) Störfeuer vorausgesetzt, liegt ohnehin die erfolgreichste Börsenphase des Jahres vor uns – durchschnittlich sattelt der DAX im Oktober rund 2,7% auf, zwischen dem 19. September und dem 29. Dezember sind es sogar rund 8,9%, die der deutsche Leitindex hinzugewinnt. Auf dem Papier steht der Sieger vom Parkett damit offenbar schon fest. Der Kampf ums Kanzleramt scheint ebenfalls bereits entschieden, aber hier wie da sollte man sich nicht allein auf Statistiken und/oder Umfragen verlassen. Deshalb vergessen Sie am Sonntag bitte nicht: Sie haben die Wahl! Denn nicht wählen zu gehen, ist tatsächlich keine Alternative, schon gar nicht für Deutschland!

PrimequantsEin Beitrag von Sebastian Jonkisch von Prime Quants

Prime Quants verfasst und veröffentlicht Finanzpublikationen für institutionelle und private Anleger, die ihre Börsengeschäfte selbst in die Hand nehmen möchten. Das angebotene Spektrum erstreckt sich von kostenfreien Markt- und Einzelwertanalysen über komplexe Research-Studien bis hin zu täglichen Prognosen und realen Trades. Weitere Informationen unter www.prime-quants.de. Dort erhalten Sie auch den kostenlosen Newsletter Market Mover.

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