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Seit drei Wochen das gleiche Spiel: Vor dem Wochenende herrscht Zurückhaltung aus Angst vor neuen Raketenstarts oder Bombentests aus Nordkorea und am Montag folgen dann die Erleichterung und ein Kurssprung nach oben am Aktienmarkt.

An diesem Wochenende kommt noch ein hausgemachter Risikofaktor für den Deutschen Aktienindex (WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008) dazu, die Bundestagswahlen am Sonntag. Keine Überraschung dürfte am Ende sein, welche Partei die stärkste Kraft wird und auch nicht, wer deshalb Kanzlerin bleibt. Aber auf den nächsten Plätzen ist Spannung garantiert. Ein stärkerer Einbruch der SPD, der eine große Koalition verhindert und ein sehr starkes Abschneiden der AfD sind die zwei Risiken, denen sich Anleger stellen, die vor dem Wochenende noch einsteigen.

Und da gab es einige, wie der Weg des DAX um die Mittagszeit auf 12.650 Punkte zeigte. Sie stiegen möglicherweise bereits vor dem Wochenende in genau dieser Antizipation eines Kurssprungs am Montag ein. Dieses „Front Running“ trägt allerdings das Risiko, dass die Wahlen am Ende nicht so ausgehen wie vom Markt erwartet.

Währenddessen zeigt die recht schnelle Erholung auf die morgendlichen Verluste aber auch, dass bei den Anlegern langsam ein gewisser Gewöhnungseffekt hinsichtlich des Säbelrasselns um Nordkorea eingetreten ist.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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