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Der Chemiekonzern BASF (WKN: BASF11 / ISIN: DE000BASF111) aus Ludwigshafen plant die Übernahme der Polyamidsparte des belgischen Konkurrenten für 1,6 Mrd. Euro. Die Aktie notiert zum Handelsstart am Dienstag (19.09.2017) unverändert.

BASF-Chart: boerse-frankfurt.de

Nach Informationen des Handelsblatts will das DAX-Unternehmen das Polyamidgeschäft seines Konkurrenten Solvay (WKN: 856200 / ISIN: BE0003470755) übernehmen. Geplant sei ein Kaufpreis von 1,6 Milliarden Euro ohne Berücksichtigung von Barmitteln und Fremdkapital. Die Belgier müssen über die Transaktion noch mit allen relevanten Sozialpartnern sprechen; neben den Wettbewerbsbehörden, muss auch die formelle Zustimmung eines Joint Venture-Partners erfolgen. Danach soll ein bindender Kaufvertrag unterzeichnet werden. Die Übernahme soll im dritten Quartal 2018 erfolgen und soll das Geschäft für technische Kunststoffe der BASF verstärken.

Übernahme von zwölf Produktionsstandorten und 2.400 Solvay Mitarbeitern

Der Umsatz der Polyamidsparte von Solvay lag im Jahr 2016 bei rund 1,3 Milliarden Euro, das EBITDA betrug rund 200,00 Millionen Euro. Die Transaktion betreffe etwa 2.400 Solvay Mitarbeiter weltweit, davon etwa 1.300 in Frankreich. Zudem würde BASF weltweit zwölf Produktionsstandorte, vier Forschungs- und Entwicklungsstandorte und zehn technische Beratungszentren übernehmen. Das Geschäft von Solvay soll in die beiden Bereiche Performance Materials und Monomers von BASF integriert werden.

Polyamide werden wegen ihrer hohen Festigkeit, Steifigkeit und Zähigkeit oft als Konstruktionswerkstoffe verwendet und besitzen eine gute Chemikalienbeständigkeit und Verarbeitbarkeit. Ein Großteil der Polyamidproduktion wird als Synthesefaser für Textilien verwendet

Umsatzwachstum der BASF um rund 15 Prozent im ersten Halbjahr 2017

Der Umsatz der BASF-Gruppe betrug im ersten Halbjahr 2017 33,121 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 4,430 Milliarden Euro bzw. rund 15 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 entspricht. Das EBIT erhöhte sich um 1,048 Milliarden Euro auf 4,632 Milliarden Euro. Darin waren Sondereinflüsse in Höhe von negativen 76,00 Millionen Euro enthalten. Das EBITDA erhöhte sich um 1,133 Milliarden Euro auf 6,735 Milliarden Euro. Das Ergebnis je Aktie stieg um 0,79 Euro auf 3,49 Euro…

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