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Es ist wieder alles in Butter II (?): Wall Street-Banken stellen wieder ein
28. Juni 2010 von Christoph Scherbaum | kein Kommentar
Ach ist das alles wieder herrlich. Die Bullen unter den Anlegern sind felsenfest davon überzeugt, dass es an den Märkten weiter nach oben geht und dass wir vor allem alles hinter uns gelassen haben. Sie wissen schon, diese komische Finanzkrise und so nen Zeuchs.
Man kann das wirklich glauben, vor allem wenn man liest, dass an der Wall Street die großen Banken wieder neu einstellen. In die New Yorker Finanzindustrie ist quasi wieder Schwung gekommen. Die Branche hat in den vergangenen Monaten den kräftigsten Stellenzuwachs seit dem Jahr der Lehman-Pleite verzeichnet. Selbst der Kampf um die besten Arbeitskräfte ist bereits wieder entbrannt. Ihrem Rekordniveau von August 2007 hinken New Yorks Banken aber noch deutlich hinterher, wie man in (US-)Medien liest.
Allein von Februar bis Mai wurden rund 6.800 Jobs an der Wall Street geschaffen, wie aus Daten des New York State Department of Labor hervorgeht – der stärkste Anstieg seit 2008. Großbanken wie Morgan Stanley oder die Citigroup füllen ihre Reihen wieder auf. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Nachfrage nach Investment-Bankern um 75 Prozent gestiegen. Die Kandidaten können sogar aus mehrfachen Jobangeboten auswählen, wie pressetext aktuell berichtet.Im Kampf um Investment-Banker und Händler überbieten sich demnach die Institute aber weiterhin gegenseitig mit Lohnangeboten. Bis zu 8 Mio. Dollar inklusive garantierter und erfolgsunabhängiger Boni werden offeriert, um Top-Kräfte anzuheuern. Andernfalls gehen sie zur Konkurrenz, befürchten die Banken. Insidern zufolge geben gerade im sensiblen Bereich Investment-Banking wieder die Mitarbeiter den Ton an.
Nicht nur die fünf größten Wall-Street-Institute Bank of America, JPMorgan Chase, Citigroup, Goldman Sachs und Morgan Stanley haben ihre Belegschaft zuletzt ausgebaut. Insgesamt waren in der New Yorker Finanzbranche Ende Mai rund 429.000 Stellen vorhanden, nach 422.200 im Februar. Und noch eine andere Zahl sollte man im Kopf haben: Weltweit fielen der Krise in der Finanzindustrie rund 345.000 Arbeitsplätze zum Opfer….
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Info zum Beitrag
geschrieben am Montag, den 28. Juni 2010 um 15:19 Uhr
Kategorien: Marktgeschehen
Tags: Banken, Wall Street







