Bildquelle: dieboersenblogger.de

Der Spirituosen- und Getränkehersteller Berentzen (WKN: 520160 / ISIN: DE0005201602) durchlebte eine schwierige Phase und wurde von Aurelius gerettet und wieder auf Vordermann gebracht. Seitdem Aurelius sich im letzten Jahr vollständig von allen Anteilen getrennt hat, steht Berentzen wieder auf eigenen Füßen – und das mit Erfolg. Jedenfalls eine Zeit lang. Denn nun läuft es nicht mehr rund…

Schon bei Vorlage der Halbjahreszahlen hatte Berentzen vermelden müssen, dass es erhebliche Probleme gäbe. Einerseits mit der Orangenernte und damit im Hoffnungsmarkt Saftpressen und dann auch mit einem wichtigen amerikanischen Distributionspartner. Der Vorstand gab aber die Losung aus, das würde sich im zweiten Halbjahr schon wieder einrenken. Nun, seit gestern Abend wissen wir, dass daraus nichts wird. Im Gegenteil. Denn Berentzen musste die Jahresprognose nach unten korrigieren und zwar nicht nur wegen der bereits bekannten Probleme, sondern auch wegen zusätzlicher Absatzschwächen bei Sinalco, einem ganz wichtigen Standbein des Konzerns und quasi das Brot- und Buttergeschäft.

Berentzen-Chart: boerse-frankfurt.de

Nachdem sich nun an allen Fronten Gewitterwolken auftürmen und das bei generell rückläufigem Marktvolumen, bleibt eigentlich fast nur noch der Überraschungserfolg Mio Mio und das sich deutlich verbessernde Finanzergebnis als Highlight übrig. Doch die finanzielle Neustrukturierung der Verbindlichkeiten und die damit einhergehende Zinsersparnis, die dauerhaft höhere Ergebnisse zur Folge hat, reichen (mir) nicht aus als zukunftsgerichteter Investmentcase. Es bleibt abzuwarten, wie und ob Berentzen die Kurve kriegen will; das Chance-Risiko-Verhältnis hat sich jedenfalls merklich eingetrübt…

Auf www.intelligent-investieren.net geht es weiter…

Kissig Ein Beitrag von Michael C. Kissig

Er studierte nach Abschluss seiner Bankausbildung Volks- und Rechtswissenschaften und ist heute als Unternehmensberater und Investor tätig. Neben seinem Value-Investing-Blog „iNTELLiGENT iNVESTiEREN“ verfasst Michael C. Kissig regelmäßig eine Kolumne für das „Aktien Magazin“.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Michael C. Kissig / dieboersenblogger.de


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