Heard in New York: Bankwerte nach Einigung über US-Finanzmarktreform im Fokus, Dow Jones kaum verändert

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Die Wall Street stand zum Wochenschluss ganz unter dem Eindruck der Einigung über eine US-Finanzmarktreform. Der im US-Kongress gefundene Kompromiss beinhaltet einschneidende Veränderungen für die Bankenbranche. So ist die Einrichtung eines Regulierungsrates vorgesehen, der über mögliche Risiken für das Finanzsystem wacht. So soll der Handel mit Derivaten künftig über Clearingstellen oder Börsen erfolgen, Absicherungsgeschäfte werden ebenfalls eingeschränkt. Zudem wird ein Insolvenzverfahren für Finanzkonzerne angestrebt. Ausführliche Informationen dazu beim Handelsblatt. Für die Marktteilnehmer ist die Einigung aber positiv zu sehen, denn ganz große Härten sind nicht dabei. Im Großen und Ganzen waren diese Maßnahmen so schon erwartet worden. Bankaktien gehörten dann heute auch zu den großen Gewinnern an der Wall Street und zogen auch den Gesamtmarkt nach oben. Am Ende verlor der Dow Jones 0,1 Prozent auf 10.143 Punkte. S&P 500 und NASDAQ schlossen dagegen mit Zugewinnen von 0,3 Prozent.

Research In Motion nach Zahlen unter Druck

Der kanadische BlackBerry-Hersteller Research In Motion steht nach den gestrigen Zahlen deutlich unter Druck. Trotz Umsatzplus um 24 Prozent und Gewinnanstieg auf 768,9 Mio. Dollar bzw. 1,38 Dollar je Aktie lag der Konzern lediglich beim Gewinn über den Erwartungen. Die Prognose für das laufende Quartal enttäuschte ebenfalls. Heute reagierten dann auch erste Analysten und stuften die Aktie herab. Bis zum Handelsende verlor Aktie von Research In Motion 10,8 Prozent auf 52,23 Dollar.

Baukonzern KB Home kommt nicht vom Fleck

Der amerikanische Immobilienmarkt ist noch lange nicht über den Berg. Das bewiesen zuletzt die verschiedenen Daten aus diesem Bereich. Nun hat auch der US-Baukonzern KB Home entsprechende (enttäuschende) Zahlen gemeldet. So konnte zwar der Verlust auf 30,7 Mio. Dollar bzw. 40 Cents je Aktie reduziert werden, aber doch nicht so stark wie erwartet worden war. Der Umsatz ging daneben erwartungsgemäß zurück. Am Markt sorgten die Zahlen dennoch zurecht für negative Stimmung. Am Ende verlor die Aktie von KB Home 9 Prozent auf 11,12 Dollar.