Es ist wieder alles in Butter: Superreiche sind (endlich) wieder auf dem Niveau von 2007…

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Das sind doch mal gute Nachrichten für uns alle Kleinanleger, die versuchen, mit ein paar tausend Euros das Haushaltsgeld an den Börsen zu verbessern: Die Superreichen sind wieder so wohlhabend wie vor der Krise. Das zumindest sagt der heute von Capgemini und Merrill Lynch Global Wealth Management vorgestellte 14. "World Wealth Report 2010" aus. Laut diesem kletterte trotz der uns jeden Tag präsenten schwachen Wirtschaft  das Vermögen reicher Großanleger mit einem Nettofinanzvermögen von mindestens 1 Mio. Dollar 2009 um 18,9 Prozent auf 39 Bio. Dollar. Superreiche mit 30 Mio. Dollar auf der hohen Kante konnten ihr Vermögen im vergangenen Jahr sogar um 21,5 Prozent steigern. Wow.

Capgemini geht davon aus, dass die Erholung auch künftig von Schwellenländern wie China, Indien und Brasilien getragen wird. Während der weltweite Aufschwung bei den Vermögen der Superreichen in den Entwicklungsländern generell stärker ausfiel, blieb die Konzentration der Millionäre samt deren Vermögen in den USA, Japan und Deutschland am stärksten. Denn auf diese Länder entfielen im vergangenen Jahr 53,5 Prozent der internationalen Millionärs-Population. Im Vergleich zu 2008 entspricht dies einem Rückgang um 0,5 Prozentpunkte. Ein Minus, wie schrecklich! Das hört unsere Bundesregierung aber wohl gar nicht gerne.

Ich frage mich an dieser Stelle, wie die smarteren Anleger, sprich die Superreichen in den kommenden Jahren ihr Vermögen sichern und auch vermehren wollen. Denn allein das Superthema Hedge-Fonds wird hierbei schwieriger.Denn diese reduzieren anscheinend ihre Risiken. Um Verluste einzudämmen und Anleger als Kunden zu behalten, meiden demnach immer mehr einst aggressiv agierende Hedge Fonds nun Marktrisiken. Die Kehrtwende in dieser Strategie könnte den Investoren auf Dauer sogar eine Halbierung der Renditen bescheren. Staranalyst Byron Wien begründet diese provokante Markteinschätzung damit, dass die Zeiten, in denen sich Investoren über ein durchschnittliches Plus von 20 Prozent im Jahr freuen können, vorbei sind. Dem Blackstone-Urgestein nach sind in Zukunft zehn oder weniger Prozent realistisch. Dass Fonds-Manager nun wieder auf die Bremse treten, ist aber auch den Marktverwerfungen der letzten beiden Jahre geschuldet. Nachdem die Fonds 2006 und 2007 immens gewachsen waren, fuhr der Durchschnittsfonds 2008 ein Minus von rund 18 Prozent ein. So verringerte sich auch das verwaltete Vermögen von 1,9 Bio. auf 1,1 Bio. Dollar. 2009 erzielten diese dann die beste Wertentwicklung in sechs Jahren.

Da stellt sich doch dann auch wieder die Frage, wo es mit dem Hedge-Fonds, den Superreichen und vor allem dem Kapitalmarkt hingeht. Die legendäre “Quo vadis”-Frage quasi. Taja und dann ist man als Anleger wie auch als Superreicher zumindest einmal auf dem gleichen Wissen-Level. So etwas verbindet, finde ich, so dass wir getrost alle als “normale Anleger” den Neidfaktor zu solchen Reports wie den von Capgemini einfach mal beiseite legen sollten. Erfreuen wir uns der Tatsache, dass wir alle zuletzt von einem festen Markt profitieren konnten.

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Und vergessen wir doch einmal unsere Schuldenproblematik, den Euro, das Griechenland- und Spanien-Problem. Positiv denken ist en Vogue und nicht realistisch denken.Und bitte: Vergessen wir doch auch einfach Großbritannien. Schulden machen ist schließlich ein Wachstumsmotor wie zuletzt der US-Ökonom Krugman sagte. Und jetzt glaube ich, wird es mir schlecht, wenn ich daran denke, dass es Anleger gibt, die diesen letzten Absatz für richtig ansehen… In diesem Sinne.


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