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An Tag zwei nach der nordkoreanischen Rakete über Japan hinweg bleibt vorerst festzuhalten: Der starke Einbruch blieb aus, was wohl dem Kurzzeitgedächtnis der Börse geschuldet ist. Denn heute machten unter anderem gute Arbeitsmarktdaten aus den USA Risikovermögenswerte wieder interessant, die erst einen Tag zuvor auf den Markt geworfen wurden. Dabei taugen solche Daten kaum als probate Lösung für die Probleme, die gestern zum Kurseinbruch geführt haben.

Früher oder später werden die Märkte Lösungen fordern – für den starken Euro, das unberechenbare nordkoreanische Regime und die Finanzierung der Wahlversprechen eines Donald Trump. Eine bloße Vermeidung einer weiteren Eintrübung der Situation ist keine Rechtfertigung für wieder steigende Kurse – es muss auch etwas wirklich besser werden.

Einige Adressen beziffern das Risiko eines neuen Korea-Krieges auf 35 Prozent. Mit Kim Jong-un und Donald Trump stehen sich zwei schwer berechenbare Kontrahenten in diesem Konflikt gegenüber. Die Kursverluste am 11. August und gestern waren ein Vorgeschmack darauf, wie man an der Börse auf solche Unberechenbarkeit reagieren wird.

Der DAX (WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008) hat einen Korrekturpuffer bis 10.000 Punkte, ohne dass der langfristige Aufwärtstrend bedroht wäre. Korrekturen von 23 Prozent (11. Juni: 12.953 Punkte bis 10.000 Punkte) hat es in vergangenen Bullenmärkten auch gegeben. Kurzfristige Akteure achten jetzt auf die Kreuzunterstützung bei 11.941 Punkten. Ein Tagesschluss unter diesem neuralgischen Punkt könnte eine Beschleunigung der Korrektur nach sich ziehen.

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Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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