Wichtig ist nur auf dem Platz oder von Spaniern, die nicht nur auf dem Rasen Probleme haben

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Die Fußball-WM hat einem als sportbegeisterten Anleger in den letzten Tagen schon die eine oder andere Überraschung gebracht. Man denke da nur an die Eidgenossen und ihr 1:0 gegen die haushohen WM-Favoriten aus Spanien…

Doch nicht nur auf dem Rasen enttäuschen in diesen Tagen die Spanier. Auch auf dem Parkett und am internationalen Kapitalmarkt. Da kommen Zahlen zu Tage, bei denen es einem (als Kleinanleger) ganz mulmig wird. 250 Mrd. Euro stehen angeblich im Raum – für Spanien von der EU, den USA und dem IWF, weil das Land viele Probleme hat: Ein großes Loch in der Staatskasse, ein Arbeitslosenrekord und ein deftiger Crash am Immobilienmarkt.

E viva Espania!

Gerade die geplatzte Immobilienblase hat dazu geführt, dass diverse heimische Sparkassen in Richtung Insolvenz laufen. Experten schätzen, dass nicht viele der insgesamt 45 regionalen spanischen Institute diese Krise überleben werden. Erinnern wir uns kurz zurück: Zwei dieser Banken mussten schon per Verstaatlichung gerettet werden.

Das „Schöne“ an der Situation Spaniens ist die Argumentation diverser gutgläubiger Marktteilnehmer: Spanien sei nicht Griechenland, man könne dieses gar nicht miteinander vergleichen. Zumal nun die Spanier am heutigen Donnerstag sich „erfolgreich am Kapitalmarkt refinanziert“ hätten. Spanien nahm hier gerade einmal 3,5 Mrd. Euro auf. Klingt toll. Doch was sind 3,5 Mrd. Euro im Verhältnis zu den Schulden des Landes? Nichts, sage ich. Hat Spanien eher nicht auch wie Griechenland in den letzten Jahren auf Pump gelebt? Und das als immerhin viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone?

Griechenland, Spanien – wer folgt als nächstes?

Griechenland wird nicht das einzige Debakel für uns Europäer und die Eurozone sein. Spanien ist schon definitiv das nächste. Denn allein deutsche Banken sind mit satten 200 Mrd. Euro in diesem Schlamassel drin. Insgesamt haben die Südeuropäer Außenstände von mehr 600 Mrd. Euro! „Der Anleihemarkt wird immer schwieriger“, schreibt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel in ihrem jüngsten Monatsbericht. Kein Wunder, wenn man als Staat eine Kreditwürdigkeit auf „Ramschstatus“ hat, wie es nun Griechenland diese Woche seitens Moody´s passiert ist.

Aber:„Alles Lüge“. Dieses konnte man zumindest seitens der Politiker hören. Nach Spanien werden wir bald Portugal in den Nachrichten hören – und gewiss nicht weil die Jungs um Ronaldo in Südafrika nach dem ersten enttäuschenden Spiel doch noch Weltmeister werden. Nein, die Portugiesen haben ebenfalls große Probleme. Und sie haben ebenso wenige Chancen, an viel frisches Geld ohne fremde Hilfe zu kommen wie Spanien. Nur einmal zur Verdeutlichung: Der Risikoaufschlag für portugiesische Anleihen kletterte zuletzt auf den höchsten Stand seit Anfang Mai. Und da wollen einem diverse Finanzexperten versichern, Staatsanleihen seien eine gute und sichere Sache? Vergessen Sie es und zwar ganz schnell.

Reiche schichten in Gold um

Eine aktuelle Studie der Universität Linz passt zu diesem Thema ganz gut. Hier wurden über 300 Personen in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit einem frei verfügbaren Vermögen von über 500.000 Euro befragt. Anleihen sind in der aktuellen Finanzkrise demnach alles andere als hipp. So haben 48 Prozent der Befragten ihre Investments in Rohstoffen, Gold und anderen Edelmetallen aufgestockt und 32 Prozent der Befragten verringerten hingegen ihre Positionen in Derivaten.

Das Ergebnis finde ich, ist eindeutig. Anleihen haben ausgedient und Derivate sind wahrlich nicht zur Vermögenssicherung geeignet. Auch nicht Aktien unbedingt. Denn wenn schon die Reichen ihre Aktien abstoßen (immerhin sagten dies über ein Drittel der Befragten…), dann wissen wir, dass der „aktuelle Goldrausch“, wie so manche Zeitung zynisch berichtet, mehr als „nur“ ein Hype ist. Es ist das simple Bedürfnis der Anleger nach Sicherheit. Nicht mehr und nicht weniger.

Kaufen Sie Gold bei einem Spezialisten

An dieser Stelle möchte ich noch kurz auf eine Frage eines Lesers eingehen. Er fragte jüngst, wie und wo man denn am günstigsten physisches Gold kaufen könne. Die klare Antwort: Bei Spezialisten wie Pro Aurum oder seriösen anderen (Online-)Goldhändlern. Die eigene Hausbank würde ich in diesem Fall nicht unbedingt vorziehen, weil diese nicht selten hohe Gebühren beim An/Verkauf des Edelmetalls verlangt und zudem nicht über minutengenaue Gold-Realtime-Kurse verfügt.

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Aber wenn Sie meinen, Ihrer langjährigen Hausbank nicht das Vertrauen in Sachen Goldkauf entziehen zu wollen – kein Thema. Wichtig ist nur, dass sie Gold kaufen. Es geht um Ihr Vermögen und dies sollte zu einem Teil in Edelmetall angelegt sein. Gerade in Zeiten, wo Inflation und mögliche Staatspleiten vor allem von Politikern heftig dementiert werden, die Realität aber eine andere Sprache spricht.

Mein Tipp: Machen Sie es einfach so, wie unsere DFB-Elf (hoffentlich) gegen Serbien. Gehen Sie offensiv (an das Gold-Thema) heran und kommen Sie zügig zu einem erfolgreichen Abschluss. Denn Sie wissen ja auch: Wichtig ist nur auf dem Platz!

take Care

Ihr
Goldfinger


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