Heard in New York: Dow Jones dreht am Ende ins Plus, Gold erreicht neues Dollar-Rekordhoch
17. Juni 2010 von Redaktion | kein Kommentar
Die Wall Street vollführte heute einen bewegungsreichen Handelsverlauf. Nach festem Handelsbeginn drehte der Markt rasch ins Minus. Besonders die Konjunkturdaten belasteten die Stimmung. Kurs vor Handelsende dann die Wende wie aus dem Nichts: Der Dow Jones schloss 0,2 Prozent fester bei 10.434 Punkten. Auch NASDAQ und S&P schlossen leicht im Plus. Hauptbelastungsfaktor war heute der Philly-Fed-Index. Der viel beachtete Geschäftsklimaindex der Regional-Fed von Philadelphia hat sich den Angaben zufolge im Juni 2010 deutlich verschlechtert. Der entsprechende Index ist von 21,4 Punkten im Vormonat auf nun 8,0 Punkte gesunken, nachdem am Markt lediglich ein Rückgang auf 20,0 Punkte erwartet worden war.
Gold schließt auf Dollar-Rekordhoch
Angesichts der heutigen Konjunkturdaten und des uneinheitlich Gesamtmarktes ging der Goldpreis weiter nach oben. Der Gold-Future (August-Kontrakt) legte in New York 1,5 Prozent auf 1.248,70 Dollar zu. Damit konnte der Goldpreis ein neues Rekordhoch erreichen. Das Vertrauen in das Edelemetall ist angesichts der unklaren Zukunft der Papierwährungen weiter groß.
Lebensmittelhändler Kroger kann überzeugen
Dass man als Lebensmittelhändler gutes Geld verdienen kann, zeigte wieder einmal der amerikanische Branchenführer Kroger. Mit den Marken Kroger, Ralphs, King Soopers, Fry’s und Food 4 Less erzielte der Konzern ein Umsatzplus um 8,7 Prozent auf 24,76 Mrd. Dollar. Analysten hatten zuvor lediglich 24,00 Mrd. Dollar erwartet. Beim Nettogewinn (exkl. Minderheitsanteile) musste man ein Rückgang von 435,1 Mio. Dollar bzw. 66 Cents je Aktie auf 373,7 Mio. Dollar bzw. 58 Cents je Aktie hinnehmen. Dennoch konnten auch hier die Erwartungen von 54 Cents je Aktie übertroffen werden. Mit Blick auf das Gesamtjahr bekräftigte man auch die bisherige Prognose. Die Kroger-Aktie gewann am Ende 3,3 Prozent auf 20,75 Dollar.
Winnebago: Mit Wohnmobilen durch die Krise
Die Kult-Marke Winnebago kommt gut durch die Krise. Angesichts der schwierigen Zeiten auf dem US-Immobilienmarkt sucht so mancher Amerikaner sein Heil im Kauf eines Wohnmobils. Angesichts eines Umsatzsprungs von 50,8 Mio. Dollar im Vorjahr auf nun 134,8 Mio. Dollar konnte auch der Gewinn anspringen. So erzielte man einen Überschuss von 6 Mio. Dollar bzw. 21 Cents je Aktie, nach einem Verlust von 8,6 Mio. Dollar bzw. 29 Cents je Aktie im Vorjahresquartal. Damit schlug man die Erwartungen und die Winnebago-Aktie gewann am Ende fast 12 Prozent auf 12,40 Dollar. Der klassiche Nebenwerte könnte so wieder zu seinem Maihoch bei über 17 Dollar aufschließen.
AOL verkauft Bebo
Die Internetlegende AOL trennt sich von seinem Social Network-Angebot Bebo. Käufer ist die Beteiligungsgesellschaft Criterion Capital Partners LLC. Der Preis beläuft sich laut TechCurch auf rund 10 Mio. Dollar, nachdem man 2008 noch 850 Mio. Dollar bezahlt hatte. Ein schlechtes Geschäft… Dennoch kommt bei den Anlegern Kauflaune auf. AOL-Aktien gewannen am Ende 1,7 Prozent auf 22,65 Dollar.
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geschrieben am Donnerstag, den 17. Juni 2010 um 23:34 Uhr
Kategorien: Heard in New York
Tags: AOL, Edelmetalle, Einzelhandel, Gold, Konjunkturdaten, Kroger, Philly-Fed-Index, Quartalszahlen, Rohstoffe, Winnebago







