Bildquelle: Pressfoto Koelnmesse

Am Samstag ging in Köln mit der Gamescom 2017 eine der wichtigsten Branchenmessen zu Ende: Gaming ist weiterhin ein wichtiger Trend – nicht nur bei Jung, sondern auch bei Alt. Viele neue Entwicklungen kommen dabei von kleinen Unternehmen, die längst nicht börsennotiert sind. Aber auch als Anleger bietet die Gaming-Branche Chancen.

Starker deutscher Markt. Im ersten Halbjahr 2017 ist der Umsatz mit Spielen für PC, Spielekonsole, Handheld, Smartphones und Tablets laut BIU, der Verband der deutschen Games-Branche, um 11 Prozent auf rund 1,08 Mrd. Euro gewachsen. Mit 509 Mio. Euro wurde demnach rund die Hälfte des Umsatzes (47 Prozent) mit dem Verkauf von digitalen Spielen auf Datenträgern oder per Download erzielt. Das Marktsegment der virtuellen Güter und Zusatzinhalte wuchs auch Anfang 2017 weiter stark und legte um 26 Prozent auf 400 Mio. Euro zu. Der Umsatz mit Abonnements für Spiele und Gebühren für Online-Netzwerke wuchs ebenfalls um 26 Prozent auf zusammengerechnet 168 Mio. Euro.

Infografik: Markt für digitale Spiele legt 11% zu | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Während die Umsätze weiter steigen, schlägt sich dies aber nicht bei den damit verbundenen Arbeitsplätzen nieder. Gaming ist nicht unbedingt eine deutsche Kernindustrie.

Infografik: Weniger Beschäftigte, mehr Unternehmen | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

USA dominieren. Schaut man auf die Markteinteile der großen US-Player fällt deren Dominanz ins Auge. Zu nennen sind dabei neben dem Platzhirsch Activision Blizzard (WKN: A0Q4K4 / ISIN: US00507V1098) auch Electronic Arts (WKN: 878372 / ISIN: US2855121099) und Zynga (WKN: A1JMFQ / ISIN: US98986T1088). Aus Frankreich sorgt auch Ubisoft Entertainment (WKN: 901581 / ISIN: FR0000054470) für internationalen Gesprächsstoff.

Aus Anlegersicht bietet sich vor allem die Aktie von Activision Blizzard an. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 48 Mrd. US-Dollar bringt das Unternehmen genügend Power mit, um auch für langfristig orientierte Anleger interessant zu sein. Im letzten Geschäftsjahr 2016 erreichte der Konzern mit Umsätzen von 6,6 Mrd. US-Dollar einen Gewinn von 966 Mio. US-Dollar. Für 2017 erwarten Analysten ein Umsatzwachstum von 6,4 Prozent und ein EPS von 49 Cents (Vorjahr: 52 Cents). Analysten sind mehrheitlich optimistisch gestimmt. Anfang August etwa hob die UBS („Buy“) das Kursziel von 67 auf 72 US-Dollar an, was immerhin 15 Prozent Kurspotenzial entspräche.

Activision Blizzard-Chart: boerse-frankfurt.de

Fazit. Mit der Aktie von Activision Blizzard kann man mit Blick auf den Chartverlauf sowie die Größe und der Relevanz des Unternehmens langfristig wenig verkehrt machen. Anleger, die eher auf kurzfristige Kursverbesserungen setzen wollen, können dies etwa mit diesem Call-Optionsschein der Deutschen Bank (WKN: DM6APW / ISIN: DE000DM6APW9) tun. Bärisch eingestellte Anleger haben es etwas schwerer, können aber ebenfalls mit einem Optionsschein (Put) (WKN: DM6AQ5 / ISIN: DE000DM6AQ57) auf fallende Kurse der Aktie von Activision Blizzard setzen.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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