Netflix bekommt zunehmend Konkurrenz

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Bildquelle: Pressefoto Netflix

Disney (WKN: 855686 / ISIN: US2546871060) beendet Partnerschaft mit Netflix (WKN: 552484 / ISIN: US64110L1061), die Konkurrenz im Streamingmarkt nimmt zu.

Netflix ist mit 104 Millionen Abonnenten und einer Präsenz in fast allen Ländern der Welt der derzeit größte Streaminganbieter von Filmen und Serien. Das US-Amerikanische Unternehmen hatte für das Jahr 2016 einen Umsatz von USD 8,83 Milliarden und einen Gewinn in Höhe von USD 186,67 Millionen.

Disney kündigt Netflix-Partnerschaft

Anleger wurden vor 2 Wochen von der Nachricht überrascht, dass Disney seinen Exklusiv-Deal mit Netflix ab 2019 auflösen werde und einen eigenen Onlinevideoservice starten möchte. Dieser neue Service solle in 2019 beginnen und Filme von Disney und Pixar beinhalten. Wie genau der Marvel und Lucasfilm-Content eingebunden werden soll ist noch unklar – es ist möglich, dass dieser nach wie vor über externe Bezahlanbieter wie Netflix angeboten wird.

Die gekündigte Partnerschaft mit Disney könnte Netflix vielleicht aber auch gar nicht so hart treffen wie angenommen. Analysten von JP Morgan gehen davon aus, dass Filme nur ungefähr 25-30% der Zuschauerzeit pro Tag ausmachen. Außerdem habe der Streaming Anbieter dieses Jahr nur 5% seiner Cash-Ausgaben in eigenproduzierte Filme und Filmrechte investiert. Die insgesamten Ausgaben für Eigenproduktionen lägen jedoch bei 25% des Content-Budgets und stiegen stetig. Somit könnte Netflix in der Zukunft unabhängiger von Lizenzen der Drittanbieter werden. Die zukünftige Entwicklung bleibt jedoch abzuwarten.

Die Konkurrenz nimmt zu

Denn nicht nur Disney, sondern auch Unternehmen wie Amazon, Apple und HBO werden immer größere Konkurrenten. HBO, die Time-Warner-Tochter, gibt für Content in diesem Jahr USD 2 Milliarden aus, und Hauptkonkurrent Amazon schafft es mit seinem Streaming-Dienst Prime Video sogar auf Ausgaben in Höhe von USD 4,5 Milliarden. Die Konkurrenz will also auch Stücke von dem scheinbar wachsenden Streaming-Kuchen abhaben und scheint Netflix nicht einfach gewähren zu lassen.

Als Antwort auf die zunehmende Konkurrenz gab Netflix jüngst einige hochkarätige personelle Änderungen bekannt. Das Unternehmen konnte unter anderem Star-Autorin Shonda Rhimes von ihrem langjährigen Arbeitgeber, der Disney-Tochter ABC enteisen. Sie ist bekannt für Erfolgsserien wie „Grey’s Anatomy“ oder „Scandal“ und könnte für neue kreative Serien- oder Filmideen sorgen. Des Weiteren engagierte der Konzern vor kurzem den ehemaligen Produktions-Vize-Chef von Universal Pictures Scott Stuber als Kopf der Filmsparte.

Auf kritische Meinungen die besagen, dass Netflix mit rund USD 6 Milliarden zu hohe Content-Ausgaben habe und Geld ausgebe, das der Konzern nicht besitze, entgegnete der CCO Ted Sarandos, dass Netflix mit Schulden in Höhe von USD 4,8 Milliarden eines der niedrigsten Schuldenniveaus der Branche habe…

 

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Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquelle: Pressefoto Netflix


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